Die Waldschule Cappenberg ist seit 24 Jahren als außerschulischer Bildungsort eine feste Größe in Lünen, Selm und Werne. Kinder aus den drei Städten spielen zwischen den jahrhunderte alten Bäumen und lernen Wald und Tier, Feld und Wiese kennen.
Geschäftführerin Martina Schmidt, Freifrau von Böselager, freut sich, dass einige der damaligen Kinder heute als Praktikantin oder auch FöJler (Freiwilliges ökologisches Jahr) in den Cappenberger Wald zurückkehren. Manche arbeiten auch als Waldlehrer, sie haben in der Waldschule ihre Leidenschaft für Natur- und Umweltthemen entdeckt und geben diese jetzt an die Folgegeneration weiter.
Doch die Waldschule leidet unter chronischer Geldnot. Die Kommunen mussten ihre Unterstützung in den letzten Jahren aufgrund der Haushaltssituation immer weiter zurückfahren.
Schwierige Situationen erfordern unkonventionelle Lösungen. Die drei Bürgermeister von Selm, Werne und Lünen schrieben einen gemeinsamen Brief, mit der Bitte um Unterstützung, an Manfred Ungethüm, Chef des Trianel Kohlekraftwerks in Lünen.
Ungethüm handelte schnell und ebenso unkonventionell: "Wenn drei Bürgermeister ein Netzwerk bilden, kann ein Netzwerk wie Trianel kaum nein sagen."
In den drei Jahren bis 2012 unterstützt Trianel die Waldschule mit 5000 Euro jährlich, dass entspricht 20 Prozent des durch Spenden zu erwirtschaftenden Etats.
Über die Arbeit der Waldschule konnte sich Manfred Ungethüm dann auch am Montag selbst ein Bild machen. Junge Waldforscherinnen und Waldforscher freuten sich sehr, dass ihre Waldschule weiterhin spannende Angebote im Programm haben wird.



