1. Das Genehmigungsverfahren
Das Steinkohlekraftwerk in Lünen ist eine Anlage, die nach der 13. Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV) genehmigt werden muss. Diese Genehmigungsverfahren laufen unter Leitung der Bezirksregierung ab. Für Lünen ist die Bezirksregierung Arnsberg zuständig.
Der sogenannte „Antrag auf Vorbescheid“ wurde am 27.07.2007 von Trianel eingereicht.
Am 6. Mai 2008 hat Trianel von der zuständigen Bezirksregierung in Arnsberg den Vorbescheid zu Errichtung und Betrieb des Steinkohlekraftwerkes nach Bundes-Immissionsschutzgesetz am Standort Lünen und gleichzeitig die erste Teilgenehmigung zur Baufeldfreimachung erhalten.
Im Laufe des Herbstes wurde die 2. Teilgenehmigung nach Bundes-Immissionschutzgesetz, die die Genehmigung für die Baustelleneinrichtung, Pfählung, Fundamentierung bis hin zur Herrichtung von Baustraßen umfasst, die für die weiteren Bauarbeiten notwendige Erlaubnis nach § 7 Wasserhaushaltsgesetz (WHG) zur Baugrubenentwässerung und zwei wasserrechtliche Erlaubnisbescheide nach § 7 Wasserhaushaltsgesetz erteilt.
Die 3. Teilgenehmigung wurde im Februar 2009 erteilt.
2. Wichtige Meilensteine im Projektverlauf
4. Mai 2006
Rat der Stadt Lünen beschließt einstimmig die Ansiedlung des Kraftwerkes im Stummhafen sowie die Beteiligung der Stadtwerke Lünen GmbH am Kraftwerksprojekt
5. August 2006
10 Stadtwerke und Regionalversorgungsunternehmen gründen in Lünen die Trianel Power Kohlekraftwerk Lünen GmbH & Co. KG
20. September 2007
Trianel unterzeichnet mit einem von der Siemens Power Generation geführten Konsortium (IHI und Austrian Energy & Environment) den Vertrag zur schlüsselfertigen Erstellung eines Steinkohlekraftwerkes mit einer Nettoleistung von 750 Megawatt in Lünen
5. März 2008
Trianel sichert die Finanzierung mit der Mandatierung der WestLB AG zur Arrangierung der Fremdfinanzierung
8. Mai 2008
Gesellschafter fassen einstimmig den Baubeschluss zur Errichtung und zum Betrieb der Anlage
1. August 2008
Baubeginn [ mehr lesen ]
27. Februar 2009
Fertigstellung des 113,75 Meter hohen Treppenturms, der wesentlicher Bestandteil zur Begehung des Kesselhauses und des Schaltanlagengebäudes des zukünftigen Kraftwerks ist [ mehr lesen ]
30. April 2009
Die Trianel Kohlekraftwerk Lünen GmbH verlegt Firmensitz an den Stummhafen [ mehr lesen ]
22.08.2009
Der Kraftwerksbau am Lüner Stummhafen feiert ersten Geburtstag mit einem großen Hafenfest [ mehr lesen ]
19. März 2010
Die Bezirksregierung Arnsberg hat der Trianel Kohlekraftwerk Lünen GmbH die 4. Teilerrichtungsgenehmigung (TG) für den Bau des Kraftwerks am Stummhafen erteilt [ mehr lesen ]
15. Juli 2010
Die Fertigung des Kesselhauses ist auf einer Kraftwerksbaustelle die termingebende Komponente für das Gesamtwerk. Am 14.7. konnte das Richtfest gefeiert werden. Der Bau der Anlage liegt in den Händen des Unternehmens AE&E.
Die Gerüstteile wurden unter ständiger Kontrolle durch deutsche TÜV-Spezialisten und der Projektleitung von Trianel gebaut.
Insgesamt wird der Kessel, ein Gesamtgewicht von 4.500 Tonnen haben
20. Juli 2010
Netzleitung Lünen beginnt mit Mastbau. Auf Waltroper Stadtgebiet wurde der erste Mastfuß der neuen 380-kV-Freileitung gesetzt. [ mehr lesen ]
27. August 2010
Dr. Angela Merkel hat gemeinsam die Kraftwerksbaustelle am Lüner Stummhafen mit Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen und NRW-Wirtschaftsminister Harry Voigtsberger besucht. [ mehr lesen ]
25. November 2010
Das Trianel Kohlekraftwerk wird fertig gestellt durch ein Konsortium von Siemens, IHI und AE&E. In den vergangenen Tagen gab es Meldungen, dass das österreichische Unternehmen AE&E einen Insolvenzantrag gestellt hat. Die Meldungen in der Presse, dass sich dadurch der Bau des Trianel Kohlekraftwerks verzögert sind richtig. Die genauen Verzögerungen können aber erst seriös Anfang 2011 erfolgen. Nach derzeitigem Kenntnisstand ist mit einer Bauverzögerung von mehreren Monaten zu rechnen, d.h. dass das Kraftwerk nicht wie geplant am 1.11.2012 sondern frühestens 2013 ans Netz geht. Der Bauverzug ist durch eine sogenannte Pönalregelung abgedeckt, dies bedeutet, dass Siemens für jeden Tag, den Kraftwerk zu spät ans Netz geht , ein Strafgeld zahlt. Auf die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Gesamtkonsortiums hat der AE&E-Konkurs keine Auswirkungen.
Siemens und IHI sind solvente Firmen, die die Arbeiten im Rahmen des Konsortiums weiterführen und beenden werden.
14. Februar 2011
Erörterung der 6. Teilerrichtungsgenehmigung im Hansesaal in Lünen. Mit einer Genehmigung der Bezirksregierung Arnsberg wird im Juni 2011 gerechnet.
Oktober 2011
Die Großmontagen am Trianel Kohlekraftwerk sind abgeschlossen. Der letzte Großkran wird zum Abtransport vorbereitet und zurück nach Rotterdam verfrachtet.
Voraussichtlich 2. Halbjahr 2012
Kesselbefeuerung beginnt
Voraussichtlich 2013
Kommerzielle Inbetriebnahme

