Mensch, Natur, Umwelt

Moderne Steinkohlekraftwerke stellen die Energieversorgung sicher. Ihr Betrieb unterliegt den Regelungen des Bundesimmissionsschutzgesetzes, das den Einsatz modernster Technologien verlangt. Die möglichen Belastungen werden in einer ausführlichen Umweltverträglichkeitsuntersuchung geprüft und dargestellt.

Vordringlichstes Ziel beim Neubau hochmoderner Kohlekraftwerke ist es, die Energieeffizienz zu steigern. So verringern sich sowohl der Verbrauch an fossilem Brennstoff wie auch der CO2-Ausstoß. Das neue Kohlekraftwerk in Lünen erreicht einen Wirkungsgrad von rund 46%. Die Effizienz des Lüner Kraftwerks liegt damit deutlich über der vieler Altanlagen - das bedeutet etwa ein Drittel weniger Emissionen.

Modernste Technik – geringe Immissionen

Der Einsatz modernster Rauchgasreinigungstechnologie macht es möglich, die Richtwerte des Bundesimmissionsschutzgesetzes noch zu unterschreiten. Die zu erwartenden Immissionen durch das neue Steinkohlekraftwerk ergeben so niedrige Werte, dass eine Zusatzbelastung in Lünen so gut wie nicht messbar ist. Das gilt für alle Schadstoffe, ob Staub, Kohlenmonoxid, Schwefeldioxid oder Stickstoffoxyde. 

Recycling und Weiterverwertung

Die bei dem Verbrennungsprozess anfallenden Reststoffe Flugasche und Gips werden als zertifizierte Produkte verwertet. Die Flugasche geht unter dem Namen „TRIamant" zu Zementwerken und die Baustoffindustrie. Der Gips aus der Rauchgasentschwefelung kann den Naturgips ersetzen, so dass dessen Abbau mit all seinen Umweltbelastungen nicht mehr notwendig ist.

Auswirkungen so gering wie möglich

Das Kraftwerk ist so konzipiert, dass die Auswirkungen für die Anwohner in Lünen so gering wie möglich sind:

  • Die zulässigen Schallpegel in den Wohngebieten werden sowohl am Tag als auch in der Nacht eingehalten.
  • Die Auslässe und der Kühlturm des Kraftwerkes werden rund um die Uhr in der Messwarte, aber auch von externen Stellen überwacht. So werden die Abgaswerte mittels der so genannten EFÜ (Emissions-Fernüberwachung) online an die Bezirksregierung übertragen. Eventuelle Überschreitungen der genehmigten Grenzwerte können so umgehend festgestellt und behoben werden.
  • Die Kohlelagerung erfolgt in Silos und damit staubfrei; der Transport vom Schiff zum Kraftwerk erfolgt auf eingehausten Förderbändern.