Emissionen
Beim Trianel Kohlekraftwerk Lünen kommt moderne Technik zum Einsatz. So verfügt das Kraftwerk über eine moderne Rauchgasentschwefelungsanlage und Filtereinrichtungen für die Rauchgase. Dies trägt zur Einhaltung der Emissionsgrenzwerte bei.
Bei jedem Verbrennungsprozess werden Luftschadstoffe freigesetzt. Zu nennen sind hier unter anderem Staub, Kohlenmonoxid, Schwefeldioxid oder Stickstoffdioxid. Durch den Einsatz der Reinigungs- und Filtertechnologien werden die Emissionen und damit mögliche Belastungen reduziert. Entsprechende Messeinrichtungen kontrollieren die Einhaltung der Grenzwerte rund um die Uhr und übertragen die Messwerte kontinuierlich online an die zuständige Überwachungsbehörde.
Kontinuierliche Überwachung
Am Kühlturm des Kraftwerks sind Sensoren angebracht, mit denen die Emissionen rund um die Uhr aufgezeichnet werden. Die Abgaswerte werden mittels der so genannten EFÜ (Emissions-Fernüberwachung) online an die Bezirksregierung übertragen. Mitarbeiter in der Messwarte und unabhängige externe Stellen der Bezirksregierung Arnsberg überwachen diese Daten rund um die Uhr. Eventuelle Überschreitungen der genehmigten Grenzwerte können somit zeitnah festgestellt und entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden.
Recycling und Weiterverwertung
Die bei dem Verbrennungsprozess anfallenden Reststoffe Flugasche und Gips werden als zertifizierte Produkte verwertet. Die Flugasche geht unter dem Namen „TRIamant" zu Zementwerken und in die Baustoffindustrie. Der Gips aus der Rauchgasentschwefelung kann den Naturgips ersetzen.
CO2-Abscheidung (CCS)
Als das Kraftwerk Mitte der 2000er-Jahre geplant wurde, galt die Abscheidung und unterirdische Speicherung von CO2 – „Carbon Capture and Storage“, kurz CCS – als mögliche Technik der Zukunft. Bei der Planung wurde deshalb eine Fläche auf dem Gelände freigehalten. Die Politik hat sich seitdem anders entschieden: CCS soll in Deutschland vor allem dort zum Einsatz kommen, wo sich CO2 kaum vermeiden lässt, etwa in Teilen der Industrie und bei der Abfallverbrennung. Für Kohlekraftwerke ist der Weg versperrt: Seit November 2025 dürfen CO2-Leitungen und -Speicher kein CO2 aus der Kohleverstromung aufnehmen. Zugleich endet die Kohleverstromung in Deutschland spätestens 2038. Eine Nachrüstung des Trianel Kohlekraftwerks Lünen ist deshalb nicht vorgesehen.